Was ist Superfood eigentlich? Superfood ist ein Begriff aus dem Marketing, um – zumeist exotische – Lebensmittel mit angeblicher „Wunderwirkung“ teurer zu verkaufen. Eine offiziell fachliche oder rechtlich bindende Definition für Superfood gibt es aber nicht. Das Europäische Informationszentrum für Lebensmit- tel (EUFIC) zum Beispiel kategorisiert als Superfood „Lebensmittel, ins- besondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehalts einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“. Tatsächlich bestätigen einige wenige Studien die gesundheitsfördernde Wirkung der sogenannten Superfoods. Allerdings handelt es sich dabei oft um Tier- oder Zellversuche und keine Studien mit Menschen. Das EUFIC empfiehlt daher, sich nicht auf einige wenige Superfoods zu verlassen, sondern sich vielmehr abwechslungsreich und pflanzenbasiert zu ernähren. Schließlich punkten Obst und Gemüse von Natur aus mit ihrem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidanzien oder Omega-3-Fettsäuren. Schwarze Johannisbeere und Sanddorn statt Goji-Beere Goji-Beeren zeichnen sich durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt aus. Das kön- nen unsere heimischen Schwarzen Johannisbeeren oder Sanddornbeeren locker übertrumpfen: Ne- ben dem höheren Vitamin-C-Gehalt sind sie sogar deutlich preiswerter, kalorienärmer und werden als frische Ware angeboten. Goji-Beeren sind oft nur getrocknet erhältlich. Die zweite Alternative Sand- dorn ist besonders bei einer veganen Ernährung zu empfehlen: Die Beere enthält Vitamin B12, das sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Gemüse Weiß-, Rosen-, Grünkohl, Feldsalat, Pastinake, Spinat, Karotten, Kürbis, Rote Bete, Topinambur Früchte und Beeren Brombeeren, Himbeeren, Hagebutten, Kirschen, Äpfel Nüsse und Samen Haselnüsse, Esskastanien, Sonnenblumenkerne, Hanfsamen Kräuter Petersilie, Oregano, Basilikum, (Brunnen-)Kresse Walnüsse statt Avocado So wertvoll der hohe Gehalt an unge- sättigten Fettsäuren der Avocado auch ist, sie ist ein Umweltsünder: Der Anbau erfordert Unmengen an Wasser und die Lagerung sowie Kühlung bedeuten einen hohen Energieaufwand. Eine ökologisch unbedenklichere Alternative sind Wal- nüsse. Sie wachsen bei uns sehr gut und lassen sich lange lagern. Zudem haben die heimischen Nüsse einen höheren Ge- halt an guten Fetten wie Ölsäure sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Und das sind nur ein paar Alternativen zu den exotischen Super- foods. Wer in seiner Ernährung also auf frisches, heimisches Superfood setzt, isst nicht nur gesünder und ausgewogener, sondern stärkt nachhaltig die lokale sowie regionale Wirtschaft und schont die Umwelt. Unser Tipp KREIHNSDÖRPER MARKT Freitag, 10. April 2026, in 4-wöchigem Turnus auf dem Marktplatz in Grevesmühlen Ab 9:00 Uhr finden Sie auf dem beliebten Wochenmarkt wieder regionale Produkte, kreatives Handwerk, Blumen, leckere Köstlichkeiten und natürlich nette Begegnungen mit lieben Menschen. Erleben Sie eine entspannte Atmos- phäre zum Stöbern, Klönen und Genießen. 05